Ich hatte die Möglichkeit ein komplettes Set, bestehend aus verschiedenen Philips Hue Produkten, ausgiebig zu testen und mir eine Meinung davon zu bilden. Ich hatte vorher noch keinerlei Berührungspunkte mit den Hue Produkten von Philips und war deshalb umso gespannter was mich erwartet!

Folgende Produkte aus dem Hue Sortiment konnte ich testen:

1)        Philips Hue 10W RGBW E27 3er Starter Set

2)        Philips Hue Go

3)        Philips Hue 6.5W RGBW GU10 Erweiterung

4)        Philips Hue Light Strip Plus

Verpackung

Verpackt sind alle enthaltenen Produkte in übersichtlich gestalteten Kartons, die nicht mehr als das jeweilige Produkt, eine kurze Bedienungsanleitung oder eben auch ein oder mehrere Kabel enthalten können, je nachdem über welches Produkt man nun spricht. Neben dem wichtigen Inhalt noch jede Menge Verpackungsmaterial und Karton, alles in allem aber sehr frustfrei verpackt.

philips_hue_03

Installation / Einrichtung

Einfach – Unkompliziert – Unproblematisch

Diese drei Wörter vielen mir sofort ein, als ich überlegt hatte, wie die Einrichtung eigentlich abgelaufen ist. Zu allererst habe ich mir das Philips Hue 3er Starter Set vorgenommen und dieses angeschlossen. Hierfür muss lediglich die enthaltene Bridge an die Steckdose angeschlossen und ein Netzwerkkabel eingesteckt werden um das System betriebsbereit zu machen. Anschließend noch die Betriebsmittel des Sets, sprich die 3x 10W E27-Lampen, in die vorhandenen Lampenfassungen einsetzen und diese anschalten.

Von nun an kann alles über und muss alles Weitere über die Philips Hue App erfolgen. Dazu bin ich hergegangen und habe mir kurzerhand die iOS App aus dem Apple Appstore geladen. Nachdem öffnen der App wurde mir sofort angezeigt, dass eine Bridge verbunden ist und eingerichtet werden kann. Um das Set noch zu aktivieren, und vor allem für Apple Homekit bereit zu machen, musste per App einmalig ein Code aus der Verpackung des Hue Starter Sets eingescannt werden. Kurz danach war das Starter Set eingerichtet und uneingeschränkt bedienbar.

Nach der Einrichtung des Philips Hue Starter Set, folgten die restlichen Produkte, für die die Einrichtung noch einfacher von statten ging. Dazu mussten nämlich lediglich die Verbraucher entweder in die Fassungen eingeschraubt und über den Lichtschalter eingeschaltet, oder eben in die Steckdose eingesteckt werden. Als alle Verbraucher angeschlossen und angeschaltet waren, bin ich in die App in die Einstellung „Meine Lampen“ gegangen und konnte dort einen Suchlauf starten, der die restlichen Lampen zu meinem Hue-Netzwerk hinzugefügt hat.

Bedienung

Die erste Frage die ich mir stellte war folgende: „Was geschieht nun, wenn ich den Lichtschalter meiner Lampen ein- bzw. ausschalte?“ Das war auch mein erster Test nach der Einrichtung. Schaltet man nun die Lampen, welche z.B. in der Decke verbaut sind an bzw. aus, geht die Hue Lampe auch an bzw. aus. Schaltet man die Lampen also nicht über die App an und aus, sondern über den normalen Lichtschalter, leuchten die Lampen auch ganz normal, in der Farbe von warmen Glühbirnen.

Jetzt aber zur Bedienung über die Hue App. Unter dem Punkt Lampen können alle Lampen einzeln angesteuert und in der Helligkeit und Farbe verändert werden. Dies funktioniert wirklich kinderleicht und ist absolut selbsterklärend. Neben der einzelnen Ansteuerung, können auch Lampen-Gruppen bzw. so genannte Szenen erstellt und aktiviert werden. Diese Funktion hat mich am längsten beschäftigt, da es hier viel einzustellen gibt. Bei mir hat das ganze aber irgendwie besonders lange gedauert, denn bei mir war es so, dass die voreingestellten Szenen automatisch alle angeschlossenen Lampen angesprochen haben. Da ich die Hue-Lampen aber in zwei Räumen aufgeteilt habe, musste ich jede Szene umändern, damit auch nur die Lampen angehen, die angehen sollen, wenn ich die jeweilige Szene auswähle.

philips_hue_12

Was sind die Szenen überhaupt? Mit den Szenen kannst du dir eigene Lichtkreationen erstellen. Hast du z.B. 3 Lampen in einem Raum, kannst du festlegen, in welchen Farben die Lampen leuchten sollen. So kannst du beispielsweise eine Szene für eine bestimmte Stimmung erstellen und hierfür eben die Farben und Helligkeiten beliebig anpassen. Um diese Funktion zu verstehen, muss man einfach mal ein bisschen mit der App herumprobieren, nach einiger Zeit hat man den Dreh dann raus. Die Bedienung an sich ist aber wirklich einfach und man kann so gut wie nichts falsch machen.

App-Funktion

Die Funktionen der App sind sehr übersichtlich. Wir können die Szenen verändern und neue erstellen, wir können die Lampen einzeln ansteuern und verändern, wir können den Lampen Namen vergeben um diese besser zu unterscheiden, wir können Alarme und Timer programmieren und die Geofancing-Funktion konfigurieren. Zudem können wir uns ein Konto bei Philips Hue anlegen und dadurch weitere Funktionen wie eben die Geodancing-Funktion nutzen oder auch aus der Ferne die Lampen an/ausschalten.

Das Feature, auf das ich mich am meisten gefreut habe, war die Apple HomeKit – Funktion. Endlich per Siri das Licht an und ausschalten! Und Siri macht das auch wirklich gut. Denn hat man die Lampen in der Hue App ordentlich benannt, schaltet Siri durch den Befehl „Schalte Lampe NAME an“ oder „Schalte Lampe NAME aus“ zuverlässig die Lampe an oder eben aus. Neben diesem Befehl gibt es noch einen Befehl um die Szene der Lampen zu ändern, hierfür muss dann lediglich „Aktiviere SZENENNAME“ befehlt werden und Siri führt zuverlässig aus. Ich hätte mir allerdings noch ein paar mehr Befehle gewünscht, wie z.B. das ein/ausschalten von Lampengruppen.

Design

Zum Design muss man eigentlich gar nicht viel sagen, denn das sieht man bei den Leuchtmitteln sowieso nur bei der Hue Go, alle anderen Leuchtmittel sind entweder in den Gehäusen bzw. Fassungen versteckt oder wenn, sieht man nur den Kopf des Leuchtmittels und dieser sieht aus wie bei jeder anderen, normalen Glühlampe auch aus. Die Hue Go sieht elegant und unscheinbar aus, das weiße Design macht einen wirklich wertigen Eindruck und wirkt überhaupt nicht aufdringlich, wenn die Lampe z.B. auf einem Tisch steht, das Kabel lässt sich dazu noch gut verstecken und daher bekommt die Hue Go von mir volle Punktzahl was das Design betrifft. Übrigens, wer will kann die Hue Go auch ganz ohne Kabel betreiben. Die Bridge, also die Box die alles steuert, hat in meinem Fernsehtisch, genau neben dem Apple TV Platz gefunden und sieht dort auch ganz hübsch aus.

Konnektivität

Konnektivität ist ein wichtiger Begriff, wenn es um automatisierte Haustechnik geht. Um die Hue-Lampen in Betrieb nehmen zu können, sind gar nicht viele Sachen nötig. Wir brauchen lediglich Zugang zum Internet bzw. Netzwerk über ein LAN-Kabel und ganz viel Strom. Die Bridge verbindet sich dann mit den einzelnen Lampen, was für uns aber eigentlich nicht wichtig ist.

Wer doch wissen will, wie die Verbindung zwischen Bridge und Lampen aussieht, dem erkläre ich kurz wie das funktioniert. Die Verbindungsart nennt sich ZigBee und ist eine Spezifikation für drahtlose Netzwerke mit geringem Datenaufkommen wie z.B. Hausautomation, Sensornetzwerke oder Lichttechnik und baut auf dem IEEE 802.15.4 Standard auf. Der Schwerpunkt von ZigBee liegt in kurzen Reichweiten von 10 bis 100 Meter. Mehr zu ZigBee findest du hier: Wikipedia

Neben der Konnektivität zwischen unseren Lampen und der Bridge, bietet die Bridge auch die Möglichkeit sich mit dem Internet zu verbinden. Ist man mit dem Internet verbunden und hat man sich bei Philips Hue registriert, kann man wie schon erwähnt von aus der Ferne auf die Lampen zugreifen, oder auch verschiedene Licht-Szenen mit einer Hue-Community teilen.

Helligkeit und Farbintensität

16,8 Millionen Farben, ich meine wie abgefahren ist das denn? Man kann einfach jede Farbe einstellen, die einem gerade im Kopf herumschwirrt und das mit nur einem Klick auf den Touchscreen des Smartphones!

Ich bin absoluter Fan der Farbe BlueViolet (Hex: #8A2BE2, RGB: 138, 43, 226) und diese war auch eine der ersten Farben, die ich eingestellt habe. Nein im Ernst, egal welche Farbe ich bisher eingestellt habe, die Farbintensität hat mich jedes Mal überrascht und begeistert. Die Helligkeit lässt sich dazu noch jeweilig anpassen, von ganz ganz dunkel, bis ganz ganz hell – mein Bedarf an Helligkeit wurde bisher immer gedeckt. Ich habe mir zu keinem Augenblick mehr Helligkeit gewünscht. Es macht einfach einen riesen Spaß die verschiedensten Farben einzustellen. In Verbindung mit mehreren Hue-Lampen wie der Hue Go, dem LED Strip oder den normalen E27-Lampen kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen!

philips_hue_10philips_hue_09

Fazit

Tolle Erfahrung, ein Muss für Technik-Begeisterte!

Das Philips Hue System ist eine tolle und vor allem neue Möglichkeit seinen Haushalt zu automatisieren, auf jeden Fall was das Licht anbelangt. Das System bietet tolle Möglichkeiten die Lampen bzw. deren Farben individuell anzupassen und einzustellen. Dank verschiedener vorkonfigurierter Szenen kann man je nach Stimmung die Farbthemen wechseln oder sich ganz eigene erstellen und das alles über nur eine App und ohne große Programmierarbeit.

Ich habe das Hue-Set ausschließlich mit einem iPhone (iOS) getestet und kann daher nicht sagen wie es mit Android funktioniert, mit iOS allerdings sehr simpel und ohne Probleme. Ich hatte zu keinen Zeitpunkt das Gefühl, das irgendetwas nicht so funktioniert, wie es soll. Hier und da könnte die App noch etwas besser laufen, da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben. Die Farben, die Helligkeit und das Gesamtpaket passt einfach und gefällt mir echt gut. Die einzige Enttäuschung ist für mich der hohe Anschaffungspreis, will man hier das ganze Haus oder die ganze Wohnung mit Hue Lampen ausstatten, werden gleich mal ein paar hundert Euro fällig. Hier muss dann jeder für sich entscheiden, ob der das Geld investieren will. Ich kann die Hue Lampen aber devintiv empfehlen, ein toller Schritt um sein Haus oder seine Wohnung zum Smart Home umwandeln will!

PhilipsHue_Portrait2

Ich will auch mit auf den Philips Hue Zug aufspringen!

    Dieses Produkt wurde mir vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Hierfür möchte mich an dieser Stelle bedanken. Sämtliche Informationen zu meinem Verhalten bezüglich Testmustern, Werbung und Transparenz findet ihr hier.